7th House

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 Interview im Magazin BadBlack-Unicorn 

  

  

 

7th House Project

Im Jahre 2013 hat 7th House Project sein Album Insane veröffentlicht. 14 Songs sind darauf verteten. In einem Interview hat er mir Fragen über den Longplayer und über einige andere Dinge beantwortet.

 

 

 

Wie würdest du deine Musik selbst beschreiben?

Ich höre immer wieder die Frage: „Was machst du so für Musik?“ und ich antworte dann: Electro Wave mit einem dunklen Touch im Stil von Depeche Mode, Kraftwerk und OMD.

 

 

Was willst du mit deinen Songs zum Ausdruck bringen?

Na, zunächst möchte ich, dass die Leute meine Songs mögen. Und wer sich dann in der Stimmung und den Gedanken, die sie enthalten wiederfindet, merkt, dass er nicht allein ist, sondern verstanden und bestenfalls sogar mitgerissen wird.

 

 

Welche Bedeutung hat dein Projektname? Wie bist du zu diesem Namen gekommen?

Das siebte Haus steht für das Zeitalter des Wassermanns und der Mond ist jeden Tag gleich nach seinem Untergang im siebten Haus. Und wie wir spätestens seit dem Musical Hair wissen, wird dann, wenn der Mond im siebten Haus steht und Jupiter sich an Mars ausrichtet, Friede die Planeten leiten. Außerdem bin ich im Sternzeichen des Wassermanns geboren.

 

 

Woher nimmst du die Inspiration für deine musikalische Arbeit? Aus welcher Motivation heraus machst du Musik?

Meine Eltern haben mir schon früh Musikunterricht ermöglicht und seitdem ist sie mein ständiger Begleiter. Nach der ersten Schülerband habe ich mir mit Musik neben dem Studium was hinzu verdient, in diversen Bands, bei einer Zeitung mit Musikkritiken und Veranstaltungstipps und beim Radio mit einer eigenen Sendung. Die Inspiration bekomme ich durch den Blick auf das, was um mich herum passiert, die Motivation ist etwas Eigenes zu schaffen, das sich hören und sehen lässt und dazu noch Bestand hat.

 

 

Warum trägt dein Album den Titel Insane? Willst du mit Insane eine Botschaft oder Aussage in die Welt setzten? War dir bei der Arbeit an deinem Debütalbum etwas besonders wichtig?

Ich wollte in erster Linie ein Album in der Hand halten, das zeitlos ist und über das die Kritiker sagen: „Es ist abwechslungsreich und gut.“ Das ist auch der Tenor, den ich in Kritiken gelesen habe.

 

 

Welche Aufgaben übernimmt dein Creative Art Director Marie?

Marie war an dem Album entscheidend beteiligt. Sie ist diejenige, die einen Song zuerst zu hören bekommt und dann entscheidet, was geht und was nicht. Sie ist das Tor zur Außenwelt, das kein Lied passieren darf, wenn es nicht gut und stimmig ist. Und mit jedem neuen Song bin ich gegen dieses Tor gerannt, mal mehr, mal weniger, um dann ganze Passagen abzuwandeln oder auch nur leichte Nuancen zu verändern, bis sie grünes Licht gegeben hat.

 

 

Wer produziert deine Videos und liefert die Ideen zur Umsetzung? Mit welchen Techniken werden die Videos dann fertiggestellt?

Die Videos wurden alle von mir gedreht, geschnitten und bearbeitet. Die Ideen entstehen oft zufällig, vieles fällt aber auch nach einer gründlichen Durchsicht weg. Ich arbeite ausschließlich mit Video Deluxe von Magix und verwende eine Panasonic Kamera.

 

 

Dein Video zu deinem Song Insane finde ich persönlich sehr gedankenanregend und halte es deswegen für sehr gelungen. Im Video sind mehrere Motive festzumachen. Es ist mehrfach eine Gasmaske zu sehen. Welche Bedeutung haben für dich der Tod und der Krieg, wenn es um das Thema Wahnsinn geht. Welchen Bezug haben die malerische und gestalterische Kunst zu dieser Thematik? Was bedeutet für dich im Allgemeinen Wahnsinn?

Den alltäglichen Wahnsinn haben wir doch alle um uns herum, mal im kleinen Alltag, mal im großen Weltgeschehen. Da reicht mitunter schon eine Kleinigkeit, um wahnsinnig zu werden. Ich verfolge seit Jahren täglich die Nachrichten und frage mich oft, welchen Sinn es macht, dass die Menschen sich und ihre Umwelt so behandeln. Das ist für mich nicht der Sinn des Lebens. Wir sollten einander achten, uns gegenseitig schätzen und würdigen.

 

Und danke für deine positiven Worte zum Insane-Video, Roman. Da öffnet sich ein Fenster verzerrend zu einer Realität, die nicht der Wirklichkeit entspricht: ein Pferd hängt kopfunter an der Decke, ein Mann liegt regungslos und unbekleidet auf einem Bett, schattenhafte Wesen passieren ein Tor mit brennenden Kerzen – das ist schon ziemlich abgefahren und passt zu dem, was ich mache. Gelegentlich kann es ganz unterhaltsam sein abseits der Spur zu laufen. Wer sagt, denn das wir alle brav in einer Reihe marschieren müssen?

 

 

Ein Titel auf Insane heißt Tribute to James T. Kirk. Bist du ein größerer Fan der Star-Trek Reihe? Warum hast du so einen Song produziert und auf das Album gepackt?

Ich war schon als Kind von der Originalserie Raumschiff Enterprise begeistert, aber auch die nachfolgenden Serien haben mich in ihren Bann gezogen. Und wenn schon jemand über Barbara Streisand ein Lied geschrieben hat, dann hat es die Filmfigur James T. Kirk doch allemal verdient, oder?

 

 

Wie kam es zur Zusammenarbeit mit den Vocalisten auf deinem Album? Welche Gedanken hast du dir gemacht, als du einzelne Songs den jeweiligen Sängern und den Sängerinnen zugeordnet hast? Wie lief die Produktion zu diesen Songs ab?

Sven Nickel kenne und schätze ich schon längere Zeit als Nachrichtenmoderator beim Radio. Und als er mir erzählte, dass er in einer Band singt, fragte ich ihn, ob er nicht Lust habe zu meinem Album etwas beizusteuern. So hat er dann „Beware of Lies“ und “One thousand Times“ eingesungen und später auch bei Videoaufnahmen mitgewirkt. Das Ergebnis kann sich hören und sehen lassen. Seine dunkle Stimme passt hervorragend zu diesen Songs.

 

Kate Dilemma, Dianne Jessurun und Effluence habe ich übers Internet kennengelernt. Sie haben mir ihre acapella vocals zur Verfügung gestellt und ich war sofort Feuer und Flamme, insbesondere von ihren unterschiedlichen stimmlichen Qualitäten. Kate hört man mit ihrer poetischen und jugendlich wirkenden Stimme sofort ihre musikalische Erfahrung an, Effluence bedient eher einen perkussiven Sprachgesang. Und Dianne kommt unglaublich stimmgewaltig daher, obwohl sie auf meinem Album ein eher ruhiges Lied singt.

 

 

Gibt es für dich einen Unterschied in der musikalischen Umsetzung von deinen rein instrumentalen Songs zu denen mit Vocals und zu denen mit sehr wenig Gesang?

Nein, eigentlich nicht. Ich mag Instrumentalsongs, sie sind wie Gemälde. Schließ deine Augen, lass den Song auf dich einwirken und du siehst wie die Klangfarben dir ein Bild zeichnen, das Stück für Stück entsteht und allein dir gehört. Was du da erkennst kann dir keiner nehmen.

 

 

Auf Insane sind zwei rein instrumentale Titel vertreten und einige Songs mit geringem Gesangsanteil. Inwieweit ist es für dich von Bedeutung, dass die Hörer deiner Songs sich zu deinen Songs ihre eigenen Gedanken machen können? Im Bereich der elektronischen Musik gibt es die Auffassung, dass sich die Audience auch von den Melodien treiben lassen soll und in ihre eigene Gedanken- und Gefühlswelt abtauchen soll, wenn sie die Titel hört. Vertrittst du auch diese Meinung oder hast du da eine völlig andere Sichtweise?

Du bestätigst genau das, was ich denke, Roman. Oft gebe ich nur einen vokalen Anstoß in eine Richtung, die der Hörer weiterführen kann. Ich bin ein großer Freund von rein instrumentalen Titeln, setze aber gerne auch stimmliche Akzente wie in „It´s Never Too Late“ oder „Time And Space“. Auch der Minimal House Remix von „Down“ kommt mit einem puristischem Vocalpart aus und bezieht gerade daher seinen Reiz.

 

 

Warum ist auf dem Cover des Albums ein Mond abgebildet? In einigen deiner Videos ist ja auch dieser Mond zu sehen. Welche Bewandtnis hat es damit auf sich? Was verbindest du selbst mit dem Mond?

Das hängt, wie ich ja schon sagte, ganz eng mit der Namensgebung meines Musikprojektes zusammen. Ohne unseren Erdtrabanten würde hier so einiges schief laufen. Und mit dem Mond verbindet mich zudem eine musikalische Nähe, denn viele meiner musikalischen Aktivitäten entwickelten sich nicht zuletzt unter lunaren Einflüssen.

 

 

Was hat dich dazu bewegt dein Album auf Hey!blau Records herauszubringen?

Ich habe das erste Mal von Thomas Mühlhoff und seinem Label gehört, als ich selbst ernsthaft mit dem Gedanken spielte ein Label zu gründen - gut, dass ich das nicht gemacht habe. Thomas ist mir durch sein Buch „Jetzt erst recht - Labelgründung 2.0“ aufgefallen. Ich fand seinen Ideen interessant, telefonierte mit ihm und bin dann schnell mit ihm ins Geschäft gekommen. Ausschlaggebend war dabei für mich, dass ich alle Inhalte der CD und auch das Coverdesign selbst bestimmen konnte. Der Kontakt ist bis heute angenehm und gut.

 

 

Auf Youtube ist auch das Video zu deinem Song Paradise feat. Kate Dilemma zu sehen. Warum ist dieser Titel nicht auf dem Album vertreten?

Da hast du einen wunden Punkt bei mir getroffen, Roman. Ich mag diesen Song und schätze Kate Dilemma sowohl menschlich als auch künstlerisch sehr. Aber leider passte „Paradise“ musikalisch nicht in das Gesamtkonzept der CD. Daher haben wir uns schweren Herzens entschieden es nur als Video und auf Soundcloud zu veröffentlichen.

 

 

Arbeitest du vielleicht schon an einem neuen Album oder hast du für die nächste Zeit schon irgendwelche Veröffentlichungen geplant?

Ich habe sehr viel Herzblut in das Album gelegt und dachte bei der Veröffentlichung das soll´s gewesen sein. Aber im Nachhinein habe ich so viele positive Rückmeldungen bekommen, dass ich tatsächlich mit dem Gedanken spiele wieder etwas Neues zu produzieren. Ich habe noch jede Menge unveröffentlichte Songs und Ideen in der Schublade, aber die müssen natürlich erst mal an meinem Creative Art Director vorbei.

 

Auf jeden Fall möchte ich aber bald wieder ein neues Video produzieren. Wer darin als Darsteller mitwirken möchte, kann sich gerne bei mir mit einer freundlichen Anfrage melden.

 

 

Beabsichtigst du irgendwann einmal auch live aufzutreten? Oder soll 7th House Project ein reines Studioprojekt bleiben?

Ich hatte in der Tat die ein oder andere Anfrage für Live-Auftritte, aber 7th House Project ist und bleibt ein reines Studioprojekt, obwohl ich mich gerne an vergangene Zeiten erinnere, als ich auf der Bühne stand. Und wenn ich zu einem Konzert gehe, juckt es mir natürlich auch in den Fingern.

 

 

Welche Bedeutung hat für dich die Musik in deinem Leben?

Das ist spätestens nach diesem Interview klar: ohne meine Liebste und die Musik geht doch gar nichts.

 

 

Willst du zum Schluß noch etwas sagen?

Ja, gerne. Das Album „Insane“ gibt es auf Amazon, iTunes, Deezer und natürlich im Direktvertrieb (Mail an 7thhouse@7thhouse.de). Besucht auch meine Internetseite www.7thhouse.de und schaut bei Facebook unter 7th House Project vorbei.

 




 

 

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