7th House

Rheinische Post Geldern 31.08.2013 +  Rheinische Post Kreis Wesel

 

 

Niederrhein Nachrichten 07.09.2013

 

 Auf Wanderschaft zu melancholischen Klängen

 

Debüt-Album von Michael Niels „7th House Project“

 

NIEDERRHEIN. Ein positiver Mensch sei er, absolut lebensbejahend. So beschreibt Michael Niel sich selbst. Ganz anders ist die Musik, die der 52-Jährige als Kopf des „7th House Project“ nun erstmals auf CD gebrannt hat. Oft düster und melancholisch geht es beim Debüt-Album „Insane“ zur Sache. „Ich finde das faszinierend, ich mag diese geheimnisvolle Stimmung“, sagt Niel. Sein Ziel: Der Hörer soll „auf Wanderschaft“ gehen.

 

Mit neun Jahren griff Niel zum ersten Mal zum Akkordeon, drei Jahre später kam das Klavier hinzu. Bei den späteren Überlegungen zur beruflichen Zukunft spielte auch der Job des Musiklehrers eine Rolle – doch Niel hat einen anderen Weg eingeschlagen. „Und darüber bin ich froh, denn die Musik ist Leidenschaft und Hobby für mich.“ Während des Studiums und auch in der Zeit danach spielte er als Keyboarder in verschiedenen Bands, von Rock bis Blues.

 

Mit dunklem Touch

Das Keyboard ist immer noch sein Instrument, doch die Musik von „7th House“ hat sich stark gewandelt. Zu Hause in Hoerstgen hat er sich ein kleines Studio eingerichtet, wo er alle Stücke selbst komponiert und einspielt. Niel beschreibt sie als Electro Wave – oder Synthie Wave – mit dunklem Touch. „Ich mag einen Akkord lieber in a-moll als in a-dur“, sagt Niel, „so lassen sich Nuancen feiner darstellen.“ Beeinflusst haben ihn Klangbilder von Pink Floyd und Depeche Mode, weitere Vorbilder sind OMD und Kraftwerk.

 

Niel betont, dass es sich dabei nicht um eine Band, sondern um ein „Project“ handelt. „Ich habe früher auf der Bühne gestanden, und es war etwas ganz Besonderes.“ Doch inzwischen fehle ihm die Zeit, jedes Wochenende unterwegs zu sein. Zudem könne er nicht alle 30 bis 35 Spuren, die er aufnimmt, allein bedienen. „Meine Bühne sind die Musikvideos“, sagt Niel.

 

Und auch die CD mit ihren insgesamt 14 Tracks. Darauf bekommt Niel als Musiker und Produzent noch Unterstützung von den Sängern Sven Nickel, Moderator bei Radio K.W., Diane Jessurun aus den USA sowie den Kanadierinnen Kate Dilemma und Effluence. Begeistert ist Niel von Diane Jessurun: „Sie hat eine tolle Stimme, man hört in ‚Not Your Normal Girl‘ ihre Lebenserfahrung.“ Für ihn ist das Lied zugleich das schönste Stück des Debüt-Albums.

 

„Viel Ungewöhnliches“

Musik für den Mainstream ist auf „Insane“ nicht zu finden, aber das soll auch so sein. „Ich wollte als Künstler etwas Neues präsentieren, viel Ungewöhnliches und nicht nur Altbekanntes wiedergeben“, erläutert Niel. Fans hat er jedenfalls schon einige, „es gibt eine Szene für diese Musik“, freut er sich. Verschiedene Web-Radiosender spielen seine Songs, mehrere 7th-House-Videos auf Youtube haben bereits vierstellige Klickzahlen – allen voran „Tribute To James T. Kirk“ mit mehr als 2.200 Klicks.

 

Dieses Stück ist einer von drei Bonus-Tracks auf „Insane“, bei dessen Entwicklung auch Niels Lebenspartnerin Marie eine wichtige Rolle gespielt hat. „Als mein Creative Art Director filtert sie die ersten Ideen bis zur fertigen Produktion“, sagt der 52-Jährige, „und sie ist die Einzige, auf die ich höre.“

 

Bleibt die Frage nach der Herkunft des Projektnames. Dazu liefert Niel mehrere Ansätze: „In der Astrologie steht das siebte Haus für Freundschaft und Völkerverständigung“, sagt Niel, „außerdem ist die Sieben meine Lieblingszahl – nicht nur, weil ich am Siebten geboren bin.“

 

Michael Bühs

 

 

 

 

Kurier am Sonntag, 08.09.2013

 

Keine Angst, dieser Mann will nur spielen: Michael Niel ist der Produzent

der Elektro-Pop-Musikband „7th House“.

 Wenn der Mond im siebten Haus ist

KREIS KLEVE.

Michael Niel (52 Jahre) kennt die Öffentlichkeit eigentlich nur in Anzug und Schlips. (…) Nur Eingeweihte wissen, dass seine Leidenschaft auch der Musik gehört. Vor einigen Jahren fing er an unter dem Namen „7th House Project“ Musik zu produzieren. Jetzt veröffentlicht eine Kölner Plattenfirma seine erste CD.

 

„Damit ist natürlich ein lang gehegter Traum von mir in Erfüllung gegangen“, gibt Niel zu. Denn bereits seit mehreren Jahren produziert er Lieder, die er mit Videos kombiniert. Alles in der Freizeit. Leider gab es sie dann nur auf der Video-Webseite YouTube zu sehen und zu hören. Nun also der Schritt in die Professionalität eines Aufnahmestudios. Zusammen mit befreundeten Sängerinnen und Sängern aus Deutschland, USA und Kanada nahm er die 14 Songs des Debütalbums „Insane“ auf. Eine spannende Mischung aus düsteren Synthesizerklängen, tanzbaren Disco-Nummern und sphärischen Sounds wie bei Jean-Michel Jarre oder dem Alan Parsons Project.

 

Die CD „Insane“ erscheint am Montag und ist im Fachhandel erhältlich. Sollte sie nicht vorrätig sein, kann sie auch bestellt werden.

Plo.- 

 

 

                                                                                                                               Michael und Sven bei Radio KW 11.09.2013

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Webradio Schwarze Welle: Elektrorausch 14.09.2013

ELEKTRORAUSCH goes Insane! Elfi stellt euch 7th House Project und das Debut-Album Insane vor.

In einem Interview erzählt der Macher des Projekts ein wenig über sich und die Musik - und es gibt

natürlich jede Menge Elektro-Leckerbissen um euch den Samstagabend zu versüßen...

 

 

 

 

 

Radio Geldern 15.09.2013                   

 

 

 

 

NRZ Moers, 28.09.2013

  

Er gibt nicht den Mitklatsch-Onkel


Manche Dinge brauchen eben ihre Zeit. Bei Michael Niel war das mit der ersten CD so. 52 Jahre ist er darüber geworden. Jetzt ist der Silberling auf dem Markt. Er heißt „Insane“ und ist gar nicht so verrückt, wie es der Titel glauben machen könnte.


Es ist vielmehr blitzblank produzierter Studio-Elektro-Pop, der manchmal geradezu chillig daher kommt wie Café-del-Mar-Aufnahmen. Aber spätestens beim Titelstück „Insane“ zeigt Niel, dass er auch anders, nämlich ganz schön schmutzig kann. „Ich mag das Schwermütige“, bekennt Niel. Ja, das kann man so sagen, denn es geht auch ein bisschen schwarz und mystisch zu auf diesem Album, das auch drei tanzbare Bonus-Tracks anbietet.


Trotzdem: Den Mitklatsch-Onkel gibt Michael Niel nicht. Kein Wunder bei den Vorbildern, die seine musikalischen Vorlieben – manchmal durchaus hörbar – prägten: Kraftwerk, Orchestral Manoeuvres in the Dark, Depeche Mode und Pink Floyd. Große Garde. Warum es nun so lange dauerte mit dem Start der musikalischen Karriere? „Na, mit 20 hatte ich einfach nicht die technischen Mittel dazu“, sagt Niel. Einerseits, weil er sie damals nicht finanzieren konnte, andererseits, weil es damals auch alles noch ein bisschen komplizierter war als in der digitalen Welt heute.


Jetzt – abgesichert durch seinen Beruf – kann das bekennende Landei in Hoerstgen in seinem Studio sitzen und tüfteln und basteln, bis sein „Creative Art Director“ Marie, seine Frau, sagt: So ist gut, nix mehr ändern. Sie sei gnadenlos in ihrem Urteil, aber ein gutes Korrektiv.
Michael Niel und seine sorgsam ausgewählten Gastmusiker firmieren unter dem Namen „The 7th House Project“. Das siebte Haus gilt in der Astrologie als Haus der Begegnung und der Partnerschaft. Wobei Niel betont, dass er weder esoterisch noch religiös beeinflusst ist.


Mit neun Jahren Akkordeon-Unterricht, mit zwölf Klavier, er habe sogar eine vorberufliche Fachausbildung an der Musikschule gemacht. Der Mann weiß also, was er da tut. Und geht durchaus selbstbewusst an die Sache heran: „Ich liebe den Niederrhein, aber ich möchte mit meiner CD schon weit darüber hinaus.“ Nicht zuletzt deshalb sind die Texte auf Englisch, die der ehemalige Leistungskursler sicherheitshalber noch mal von Freunden in Kanada und USA begucken lässt. Fehler wären ihm dann doch zu peinlich. Vor allem bei dem Titel „Insane“.

Karen Kliem

 

 

 

 Rezensionen:

 

 

 

Kurz vor meinem Geburtstag bekam Darkkisses eine CD zugespielt. Die Band nennt sich wie oben bereits steht „7th House Project“. Die Cover-Art lässt schon erste Ahnungen zu, die ich aber nicht vorwegnehmen möchte.

Schon der erste Titel sagt klar: Downtempo, oder auch "Lounge" wie man heute zu sagen pflegt. Auffällig schon in der ersten Minute... Es gibt sogar sehr gut arrangierte Gitarrensounds. Eine markante Stimme mit leichten Vibes von Dave Gahan (Depeche Mode) meets Dave Grohl (Foo Fighters). Sie scheint der Beschriftung nach Sven Nickel zu gehören. Geschickt platzierte disharmonische Riffs geben dem Song „Beware Of Lies“ einen komplett individuellen Charakter.

 

Der chillige Beat – teilweise sogar mit trockenen, mittig gestimmten Kickdrums zieht sich durch das ganze Album. 14 großartige Songs hat es. Allesamt durchaus tauglich, in einer angesagten Szene-Location gespielt zu werden. Gefühlvolle Instrumentalisierung, auffallend hell abgemischte Sounds (bestens auch für den Genuss mit guten Studio-Kopfhörern geeignet) und dadurch alles andere als „einschläfernd“ - ganz im Gegenteil.

Weiteres Ohrenmerk möchte ich auf Titel Nummer 3 richten. Der Titelsong zum Album:“Insane“... Interessantes Intro mit Soundeffekten, die alle Erwartungen offen lassen. Dann ein cooler 4/4-Takt, und total virtuose und doch einladende Flächen. Bis sich schließlich die eigentliche Melodie hervorarbeitet und eine angenehme Stimme zur Musik gesellt. 

Weitere Songs sind • Not Your Normal Girl (mit offenbar SEHR gut trainierter Damenstimme, herausragende Gesangskunst!),
• Time And Space, 
• Broomstick And Bitches (feat. Effluence),
• Dragon's Breath (!!! ANHÖREN !!!),
• Down (feat, Kate Dilemma, ebenfalls eine großartig ausgewählte Stimme),
• It's Never Too Late, 
• One Thousand Times (noch einmal mit Sven Nickel)
• In The Flowstone Cave 

Und den BONUS-Dancetracks, die einen in den Fußwippalarm versetzen:
• Tribute To James T. Kirk
• Down (Minimalhouse Remix)
• Broomsticks And Bitches (Ready To Explode Remix)

Alle drei lassen den Freund der eher tanzbaren Elektrosounds nur schwerlich stillsitzen. Treibender Beat mit wohlproportioniertem "Bummbumm" und eingängige Flächen wie Hooklines, elegant platzierte Effekte auf Vocals oder Ambient-Organs, Saxophon...

Dieser Silberling ist gänzlich konträr zu seinem Titel … Alles andere als verrückt. Dieses Album sollte in keinem Regal fehlen, dass sehr gerne Downtempo, Ambient, Chillout und „Lounge“ beherbergt. Damit möchte ich 7th House Project keinesfalls in eine dieser Schubladen stopfen. Denn es zeigt klar und deutlich ganz eigene Charakteristika und einzigartige Spuren, die es (zum Glück) irgendwie in alle und irgendwo so richtig in gar keine passen lassen.

Insane... Ist nur, wer sich diesen Silberling entgehen lässt.

Symeon Von Radio DarkFire